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Signalwirkungen. Was willst Du hören?

Eine haarige Angelegenheit, das Ganze.

Seit gestern trägt mein Haar einen Mix aus Rot und Schwarz. Schwarz im Grund und Rot für die richtigen Partien. Ich liebe es. Nicht zu übersehen und noch weit weg von jeder Grauzone. Ich mag meine Haare ja schon lange kurz und frech. Die Farbe ist neu und ein kleines Bekenntnis zu jeglicher Form von Kreativität und wohltuender Unangepasstheit. Jedenfalls da, wo wir es ohne Aufwand sein können und wo es klug ist, eigensinnig zu agieren. 

 

Anarchistische Züge, die kann ich sowieso nicht leugnen. Das eine oder andere Mal eine Revolution der rotzfrech guten Gedanken, das hätte was für sich. Auch auf die Palme klettern, weil mich eine Ungerechtigkeit oder eine offensichtlich irrsinnige, da zutiefst unmenschliche Aktion aus meiner Fasson bringt, das kann ich heute noch gut. Das muss erst mal raus aus mir. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert. Wohl aber an meiner Wahrnehmung und Auflösung solcher Konflikte mit dem großen mächtigen X, dem unsichtbaren Lenker hinter den Kulissen, der immer etwas zu bestimmen und zu maßregeln hat. Denn ich glaube, diesem imaginären Meister aller Schlechtigkeiten unserer Welt allmählich auf die Schliche gekommen zu sein. Er hat ganz viel mir mir selbst zu tun. Auch hier und erst recht heute.   

Der Sound der Zeit

Corona - ich nenne das Ganze jetzt einmal beim Wort – ist für viele eine Herausforderung erster Güte. Nicht minder für mich. Gott sei Dank bin ich so geistesgegenwärtig, zwei wesentliche Dinge zu erkennen, die mir dabei helfen, von der Palme der Aufregung und Verzweiflung wieder heil herunterzusteigen. Ich erkenne zwei Fragen von großem Wert: Wie kann es unserer Gemeinschaft gut gehen? Und wie zugleich auch Dir und mir?   

Zum Ersten: Es gibt durchaus vernünftige Vorschläge, die dem Gemeinwohl dienlich sind. Sie zeichnen sich meiner Ansicht nach dadurch aus, dass sie ganzheitlich ausgerichtet sind. Wahre Gesundheit umfasst immer und unbedingt auch das materielle und seelisch-geistige Wohlergehen des Einzelnen. Es möge sich an dieser Stelle jeder und jede seine und ihre eigene Meinung dazu bilden, welche Quellen in dieser Hinsicht wirklich geeignet sind.

 

Zum Zweiten: Wie ist es aber um Dich und mich persönlich und unser eigenes Wohl in dieser Zeit bestellt? Ich möchte direkt klarstellen, dass mir in diese Hinsicht gerne einmal meine frisch gefärbten Haare zu Berge stehen. Und es zählt zu meinen großen Wünschen, hier ein günstiges virales Marketing für sinnvolle Maßnahmen zu initiieren. Ich lege großen Wert darauf, mit Dir darüber zu sprechen. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine ungehemmte Flut an negativen Nachrichten Stress für den Organismus bedeutet. Angst, Beklommenheit oder Unwohlsein sind ein Zeichen dafür, dass nicht nur unser Gemüt, sondern auch unser Immunsystem ins Schleudern gerät. Findest Du das gut? Insbesondere jetzt? 

 

Also geht es darum, einen anderen, stärkenden Umgang mit der Situation und Nachrichtenlage zu üben. Punkt und Absatz. 

Wem oder welcher Sache schenkst Du Dein Ohr?

Anstatt mit und davon zu schwimmen in der allgemeinen Auseinandersetzung da draußen, könntest Du es wagen, Deine eigene Instanz zu sein und Deine Antworten in Dir selbst zu finden. Im Außen bekommst Du allerhand zu hören und zu lesen. Je nachdem, auf welcher Frequenz Du erreichbar bist, wird es Dich freuen oder bestürzen. Lass diese weite und stellenweise wirre Nachrichtenlandschaft für ein paar Momente links liegen. Hier reden wir von Deinem Eigensinn, von Deinem nach wie vor quicklebendigen Verstand und unverfälschter, lebensbejahender Inspiration.

 

Wofür bist Du aufnahmefähig? Wem oder welcher Sache schenkst Du Dein Gehör? Was willst Du in dieser Hinsicht tatsächlich empfangen? 

Radio Cosmos

Wenn Du Dir diese Frage stellen kannst, dann bist Du schon drauf und dran, meiner Meinung zu sein. Du öffnest Dich der Möglichkeit, dass es eine Quelle in diesem Universum gibt, die für Dich unter allen Umständen ein paar aufbauende Informationen hat, die Dich mit wertvollen Tipps versorgt und das Gute dreifach dick mit Textmarker unterstreicht. Ich halte dies für sehr wahrscheinlich. In aller Ruhe - wenn wir still sind, wirklich still - zeigt uns diese Quelle unsere unerschöpflichen Ressourcen.

Um diesen Sender der rotzfrech guten Gedanken und wohltuenden Nachrichten störungsfrei empfangen zu können, ist es gut, ohne Stress zu sein. Und das ist nun der Kern der Sache: Es ist an Dir, Dich auf den richtigen Kanal einzustellen. Sendest Du selbst nichts als Stress in die Welt? Oder gelingt es Dir, liebevoll zu sein und zu bleiben? Suchst Du nach den Worten, die Dich aufregen oder schaffst Du es, Dich auf Dein eigenständiges, herzliches Denken einzustimmen?   

Bist Du noch bei guten Sinnen?

Dieser Frage würde ich an Deiner Stelle mal nachgehen. Vielleicht bist Du im Anschluss viel mehr daran interessiert, diese großartige Verbindung zu einer universellen und unbestechlichen Intelligenz zu pflegen. Angst, Kummer und Sorge sind absolut zuverlässige Zeichen, dass es an der Zeit ist, die Einstellung der Frequenz zu optimieren und Dir selbst das Senden auf dem falschen Kanal zu verzeihen.

 

Genau so sorgst Du exzellent für Dich. Und auch für das Wohl der Gemeinschaft. Weder Trotz und Kampf, noch dumpfes Durchhalten und Folgeleisten ohne jede geistige Regung bringt uns weiter. Aber es hilft uns allen ungemein, die eigene Verantwortung für unsere Kommunikation mit uns selbst und der Welt zu erkennen und sie anzunehmen. Jede und jeder, die und der es schafft, von nun an wertschätzend und angemessen seine und ihre Signale zu senden und das unachtsame Weitertragen verängstigender und negativer Informationen sein zu lassen, räumt auf. Das ist wie das Kehren vor der eigenen Haustür. Erst muss der Müll weg, dann kommt der liebe Besuch. Und ganz ähnlich kann erst in einem aufgeräumten und einladenden geistigen Freiraum neue Zuversicht und liebevolle Tatkraft blühen. Nennen wir es eine Anarchie der Liebe. 

Nachsatz

Ach, übrigens. Meine allerbeste Friseurin meinte gestern zu mir: „Man könnte ja auch ganz auf Rot gehen. Ich: „ Steht das mir?“ Sie: „Das Leuchten sticht dann wirklich krass heraus!“

 

Ja. Ich denke, das kann nicht schaden. 

 

 

Wie immer ganz herzlich,  Antje