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Lassen wir es dankbar krachen.Trotzdem!

Ihr Lieben, willkommen.

erste Töne: Leise-Langsam.

Nun bin ich also da, mit dieser neuen Seite und meinem ersten Artikel hier. Und Du bist es auch und Du liest meine Zeilen. Das passt und ist einfach nur schön. Ein schöner und wertvoller Moment in dieser eigenartigen Zeit mit dem großen C. Ich danke Dir.

 

Alles hatte seinen Anfang vor ein paar Wochen. Bis dahin war ich überzeugt, meinen Terminplan für dieses so herrlich rund klingende Jahr 2020 zu kennen und ihn zu mögen. Ich war nahezu verliebt in ihn. Ich hatte meine satte Freude an den verschiedenen Veranstaltungen, die da kommen würden, an den Vorbereitungen der Themen und an den Menschen, mit denen ich zu tun haben sollte. Eine erfüllende Arbeit mit und an der menschlichen Nähe, total inspirierend und das, was ich so sehr mag. Auch waren da noch meine Kurse. Heißgeliebt: Gute Musik und feine Fitness. Ich muss bekennen: Ich war, bin und bleibe eine Rampen-Fee, auch mit fünfzig. Und wenn ein paar liebe Leute freiwillig nach meiner Pfeife tanzen, dann hab ich Spaß. Richtig viel Spaß. In dieser Art war das gedacht, vor ein paar Wochen. Alles fein gefügt und viel Interessantes zu tun, auch für einen Samstag-Nachmittag wie diesen.

Oldies for Goldies

Es ist halb drei und die Show kommt aus dem Radio. Ich sitze an meinem Schreibtisch und lasse meine Fußspitze den Takt wippen. Gescheit war ich und habe mir einen Sender gewählt, der mich musikalisch ohne Umwege in meine persönliche Heile-Welt-Zeit, die 80er und 90er Jahre katapultiert. Die 70er nehme ich auch noch. Möge es PRILBLUMEN regnen. Ich bin dafür. Immer noch wippt die Spitze meines Fußes gut gelaunt den Takt und macht meinem Herzen ein Paar Beine. Heute morgen war ich schon Laufen, in unserem herrlichen Wald. Im Anschluss das, was noch alltäglich ist - ein Frühstück mit meiner Tochter, die Fahrt zum Einkaufen. Wäsche. Samstag. Und jetzt kann ich hier einfach sitzen und schreiben. Ich habe meine satte Freude. 

 

Ja, es ist sehr, sehr schön und ein lang geträumter Traum, in aller Zeit und Ruhe mit Dir in genau diesem Augenblick einen Kaffee zu trinken und mich wohlzufühlen, während ich das hier schreibe. Ich bin total vergnügt. Ich liebe die Worte und Bilder dieser Seite und die Tatsache, dass ich dies alles mit Dir teilen kann, weil diese Zeit mit dem großen C mir meine kleine, ganz eigene Zeit für solche feinen Dinge gibt. Ein  herrliches Glücks-Glucksen flattert durch meine Magengegend . Danke dafür. 

 

Heute - exakt jetzt – passieren diese Dinge. Gestern war das nicht so. Ich weiß auch nicht, ob das morgen so ist. Das schwankt. Das ist nichts Festes. Und manchmal finde ich die ganze Lage noch richtig zum ... den Rest kannst Du Dir denken. 

 

Nun, nachdem wir beide uns die Freiheit genommen haben, miteinander authentisch unverblümt zu sein - ich glaube, wir hatten die gleiche Idee – mache ich uns einen frischen Kaffee und wir fangen noch mal ganz von vorne an. Und ich erkläre Dir das mit der satten Freude, trotzdem. Deutlich höre ich Dich fragen: Woher kann die noch kommen, wenn Pläne sich einfach in Luft auflösen? Wie geht so was, wenn Dir grünlich zumute wird, weil das liebgewonnene Gewöhnliche plötzlich auf außergewöhnliche, gar nicht liebe Weise verschwindet und Du glaubst, in einem seltsamen Paralleluniversum gelandet zu sein? Was soll da noch fröhlich stimmen, wenn es Dir an Systemrelevanz fehlt und Du nichts lieber hättest als Deine Arbeit zurück mitsamt der kleinen üblichen Querelen. Freude - ist die nicht schon per se flüchtig und in dieser Zeit mit dem großen C nicht erst recht? Bin gleich wieder da, es dauert nur einen kurzen Moment. Ich hole uns noch was kleines Süßes zum Kaffee. 

Die süße Freude Dankbarkeit

Es gibt Kekse. Ich fange an, zu knabbern und mit den Krümeln fällt mir auch gleich ein Wort in die Tastatur, das ich sehr beeindruckend finde: DANKBARKEIT. Es erscheint wie aus dem Kontext geplumpst auf der Bildfläche. Ich mag es. Ich finde, dieses Wort lässt sich ebenso genussvoll inhalieren wie ein gutes Stück Schokolade oder den Keks in meiner Hand und ebenso lecker schmeckt es der Seele. Es kann Dir ein süßer Anker sein in schlimmsten Zeiten und ein Hilfsmittel, um bei Verstand zu bleiben, wenn die Welt um Dich herum verrückt spielt. Dankbarkeit ist der Freude ganz nah und süß. Doch Du kennst das sicher: Süßes ist nicht immer gleich auf Vorrat im Haus, wenn man danach schmachtet. Manchmal braucht es ein paar Schritte und etwas Zeit. 

 

Also retour. Nein, keineswegs war ich dankbar, als vor Wochen alles anders wurde. Ich weiß noch, dass mir die Tränen kamen und ich dieses Gefühl in mir hatte: Die Welt kippt. Da glaubst Du, endlich ist es ruhig und Du bist angekommen und dann haut es Dich erneut aus den Socken. Und diesmal so richtig. Nein, dankbar ist anders. Ich war das nicht. Und ich wollte es bestimmt nicht sein. Traurig sah ich meine Vorhaben  schwinden und nichts konnte ich tun. Gar nichts, nur müde hinterherwinken. Wie so Viele. „Wir müssen da durch und keine Ahnung, was wird“. Ein Kommentar der Lage in unendlichen Variationen.

  

Ich kann nicht behaupten, mich heute Nachmittag besser auszukennen, was all die wilden Spekulationen anbelangt, die seither im Äther kursieren. Ich sage Dir klar, ich weiß es nicht. Was kommt, was geht? Im Moment ist das auch gar nicht in meinem Kopf. Ich hab da eher was auf dem Herzen. Genau dort habe ich mir nämlich vorgenommen, Dich ein paar Worte lang mit voller Kraft abzulenken, weg von Deinen und meinen Unsicherheiten und Deinen Blick zu konzentrieren auf die zauberhafte Kraft der Dankbarkeit. Dafür sitze ich hier an meinem Schreibtisch, dafür ist mir dieses Wort in den Kaffee gefallen. Und das macht mir satte Freude. 

Ein zeitloser Zauber in Socken

Einen Keks weiter habe ich auch eine Vorstellung davon, wie das funktionieren könnte. Ich glaube, wir sind uns insoweit einig, dass Dinge vorübergehen, weitergehen und es am Ende auch anders geht. Das hatten wir schon. Und ich weiß, dass Du Deine Energie weise einsetzen solltest, um heute und dann auch wieder morgen Dir selbst eine Stütze zu sein. Spekulationen sind pure Energieverschwendung. Doch Deine Kraft, intelligent und achtsam eingesetzt, die kann Dir helfen, Dich aufzurichten, sie kann Dich halten und Dir satte Freude schenken. Es ist Deine Haltung, die magisch ist. 

 

Damals, nachdem ich meine Tränchen getrocknet und mich wieder einigermaßen von der Couch geschubst hatte, fühlte ich mich zunächst noch keinen Deut dankbarer. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, ist ja erst ein paar Wochen her. Es hatte seine Zeit. Es dauerte, ziemlich genau bis zu diesem einen Stolpern. Es waren nur Socken auf dem Boden. Unschuldig lagen sie da, unaufgeräumt und reif für den Vollwaschgang. Ich bücke mich, um sie aufzuheben. Wieder oben angekommen, richte ich mich auf, direkt in einen ganz bestimmten Gedanken hinein.

 

Was für ein Geschenk, dass es Dich gibt, meine kleine Große. Du tröstest mein Herz. Wie unfassbar schön, dass es mir vergönnt ist, Deine Socken zu waschen. Mehr davon. Das hört sich gut an. Schmutzige Socken eines Lieblingsmenschen – ein erster Grund genug, sich über den Kummer zu erheben. Mach ich mal weiter damit. Lass mich Fakten der Dankbarkeit sammeln. Ich denke an meine Kinder, meine Freunde, unendlich dankbar für jedes Glück und ihre Gesundheit in dieser Zeit. Ich überlege mir, wie besonders es ist, so angenehm zu wohnen, umgeben von vielen Kleinigkeiten, die mir gefallen. Und es hört nicht auf.

 

Da gibt es Projekte und andere Stapel, die schon ewig auf mich warten und jetzt habe ich partout keine Ausrede mehr, mich zu drücken. Denn da ist Zeit. Und hier ist immer noch die Freiheit, es zu tun. Gott sei Dank, trotzdem. Da ist die herzliche Sehnsucht nach Menschen, von denen man gar nicht wusste, wie sehr sie den Alltag bereichern, ewig bescheidene helfende Hände. Da ist die Vorfreude auf ein unbefangenes Wiedersehen, die explodiert. Und immer noch hört es nicht auf. Es regnet Prilblumen, in allen Farben. Da sind so viele stille Stützen, die ganz besonders sind. Da ist der Atem, der Dir Leben bringt. So vieles, das gut ist. Direkt vor Deinen Augen. Nicht weit weg von Deinem Herzen. Gleich neben Deinen Fragen nach der Zukunft und Deiner kleinen, großen Angst davor. Glaube mir, wenn Du anfängst, diese Dinge zu finden und sie zu zählen, dann beginnst Du, zu fühlen. Und aus Deiner dankbaren Haltung zum Leben wird eine entzückende Emotion, ein dickes Dankeschön, das in Dein Leben fließt. Und es wird leichter, Du wirst immer mehr davon spüren.  

Übung macht die Meisterin

Die Tasse Kaffee mit Dir tut gut. Ich halte es da mit Robert Holden, der in seinem gemeinsam mit der großartigen Louise L. Hay verfassten Buch Das Leben liebt Dich schreibt, er sage gerne, dass Kaffee uns mit dem Heiligen Geist in Kontakt bringt. Unterschreibe ich: Ein himmlischer Genuss. Goldbraun in der Tasse symbolisiert er aber auch Erde und Körper für mich. Die Erde, die uns trägt, auch jetzt. Dankbarkeit erdet. Sie holt Dich heraus aus dem Taumel sorgenvoller Attitüden. Sie ankert Dich wieder im Hier und Jetzt. Du gewinnst wieder festen Boden unter den Füßen. Boden, der Dich trägt.

Du kannst Dich in Dankbarkeit regelrecht üben. Mache Dir Notizen, nimm Dir ein paar Minuten und schließe Deine Augen. Wenn Du sie wieder öffnest, dann kann es gut sein, dass Du siehst, wovon ich rede. Schreib es Dir auf, lies es Dir immer wieder vor. Selbst, wenn da niemand ist und Du wirklich allein mit Dir bist - ich weiß  - gibt es da die eine nackte Tatsche, dass Du am Leben bist. Du bist und Du kannst Danke sagen,

 

In dieser Weise durch und durch praktizierte Dankbarkeit kann Deine persönliche Counter-Aktion gegen die Angst werden. Und wenn DU damit beginnst, dann wird Deine Aktion auch in Deinem Umfeld Früchte tragen. Es ist Deine Energie, Deine Haltung, die nach außen wirkt und überall da, wo Du bist und wo auch immer Du Dich hinbewegst, deutliche Spuren hinterlässt. Was für ein Erlebnis, was für ein Segen für alle und alles DU bist.             

Ich Danke Dir sehr

Früher wusste ich das schon einmal. Ich weiß es wieder. Dankbarkeit ist für mich eine Haltung zum Leben, eine besonders feine Lebensweise. Ich bin ganz sicher, sie ist eine der Besten. Und sie ist eine süße Sache. Süß wie der Keks, der mir zu unserem Kaffee in die Tastatur gekrümelt ist. Du entscheidest Dich bewusst dafür, das Süße zu probieren. Dann kommt das Gefühl, der Geschmack, der Genuss. Probiere es aus. Entscheide Dich für Deine ersten leisen Momente der Dankbarkeit.

 

Und dann lässt Du es krachen. Dann darf da satte Freude sein, die Tränchen trocknet und vor Zuversicht platzt. Ich verspreche Dir: Ich bin bestimmt dabei. Mit guter Musik und einem dankbaren Lächeln für Dich. Danke sehr, dass Du mir zuhörst, mir Deine Zeit schenkst. 

Und bis demnächst, Deine Antje.